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Wie sollte dein Content-Mix aussehen? Die Regeln 70-20-10, 80/20 und 4-1-1

Konten, die ständig verkaufen, verlieren Follower. Die gängigsten Regeln, um auf Social Media Mehrwert und Werbung auszubalancieren – und welche zu dir passt.

Ein gläsernes Ringdiagramm mit fünf Segmenten, umgeben von kleinen Karten, die für verschiedene Content-Arten stehen.
Kurz gesagt

Der größte Teil deines Contents sollte den Followern einen Mehrwert bieten, ein kleiner Teil verkaufen. 70-20-10 (wenig und sicher), 80/20 (ausgewogen), 4-1-1 (begrenzt Werbung selbst bei dichtem Kalender), die Drittel-Regel (auf Interaktion ausgerichtet) und Hero-Hub-Help (auf Expertise ausgerichtet) sind die verbreitetsten Modelle.

Ein Social-Media-Konto nur mit Aktionen und Produktankündigungen zu füllen, wirkt kurzfristig sinnvoll. Nach einer Weile haben die Follower aber das Gefühl, vor einer Werbetafel zu stehen, und verlieren das Interesse. Regeln für den Content-Mix liefern einfache Verhältnisse, um dieses Gleichgewicht herzustellen.

Content-Arten

Bevor du die Regeln anwendest, musst du deine Inhalte in Arten einteilen. Eine gängige und praktische Einteilung besteht aus fünf Arten:

  • Wissen: Tipps, Anleitungen, Informationen. „Wie reinigt man eine Ledertasche?“
  • Unterhaltung: Humor, Trends, Alltagsmomente.
  • Werbung: Produkt, Aktion, direkter Kaufaufruf.
  • Interaktion: Fragen, Umfragen, Inhalte, die zu Kommentaren einladen.
  • Hinter den Kulissen: Herstellung, Team, die Geschichte des Unternehmens.

Die fünf gängigsten Modelle

  1. 70-20-10: Der größte Teil des Contents stärkt deine Marke mit Mehrwert, ein Teil stammt aus Inhalten anderer oder aus Kooperationen, nur ein kleiner Teil ist ein Kaufaufruf. Sicher für Konten, die selten, aber regelmäßig posten.
  2. 80/20: 80 % des Contents informieren oder unterhalten, 20 % stellen das Produkt vor. Ein ausgewogener Einstieg für die meisten Marken.
  3. 4-1-1: Auf vier Inhalte mit Mehrwert kommen eine sanfte Werbung und ein direkter Verkauf. Selbst bei dichtem Kalender werden Follower nicht mit Werbung überschüttet.
  4. Drittel-Regel: Werbung, Interaktion und Mehrwert bekommen etwa gleiche Anteile. Passend für lokale Unternehmen, die ständig mit ihren Followern im Gespräch sind.
  5. Hero-Hub-Help: Mit regelmäßigen Anleitungen zeigst du deine Expertise, zwischendurch erzählst du die große Geschichte deiner Marke. Schafft Vertrauen bei B2B- und Beratungsmarken.

Welches passt zu dir?

  • Wenn du wenig postest und gerade erst anfängst: 70-20-10.
  • Wenn du sehen willst, was funktioniert: 80/20.
  • Wenn du in einem Aktionszeitraum bist und oft postest: 4-1-1.
  • Wenn du ein Unternehmen mit Stammgästen bist, etwa Café, Restaurant oder Boutique: die Drittel-Regel.
  • Wenn du Dienstleistungen oder Wissen verkaufst: Hero-Hub-Help.

Du musst die Verhältnisse nicht exakt treffen; es geht darum, dass die Verkaufsinhalte nicht überwiegen, wenn du auf den Content eines Monats schaust. Wenn du beim Erstellen deines Monatsplans neben jeden Inhalt seine Art schreibst, erkennst du das Gleichgewicht leichter.

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