Die ersten 3 Sekunden: Wie schreibt man einen Reels-Hook?
In den ersten Sekunden entscheidet sich, ob jemand dranbleibt. So schreibst du mit Problem-, Neugier- und Ergebnis-Hooks Einstiege, die das Scrollen stoppen.

Ein guter Hook lobt nicht das Produkt, sondern beginnt mit dem Problem oder der Neugier des Zuschauers. Drei verlässliche Muster: Problem („Wird dein Kaffee morgens immer kalt?“), Neugier („Schau 10 Sekunden zu, bevor du das kaufst“) und Ergebnis („In 3 Wochen hat sich meine Routine verändert“). Untertitel und ein einziger klarer Call-to-Action runden ihn ab.
Im Reels-Feed entscheidet sich in den ersten paar Sekunden, ob jemand bei einem Video bleibt. Deshalb ist der wichtigste Satz des Videos der erste: der Hook. Eine Logo-Animation, ein Einstieg wie „Hallo, wir sind die Firma X“ oder eine lange Einstellung des Produkts verschwenden diese wertvollen Sekunden.
Drei verlässliche Hook-Muster
- Problem-Hook: Sprich das Problem des Zuschauers direkt aus. „Wird dein Kaffee morgens immer kalt?“ Der Zuschauer erkennt sich wieder und bleibt, um die Lösung zu sehen.
- Neugier-Hook: Öffne eine Wissenslücke. „Schau 10 Sekunden zu, bevor du das kaufst.“ Solange die Frage offen ist, wartet der Zuschauer.
- Ergebnis-Hook: Zeig zuerst das Ergebnis und erzähl dann, wie es dazu kam. „In 3 Wochen hat sich meine Kaffeeroutine zu Hause verändert.“
Kleine Regeln, die den Hook stärker machen
- Stell den Kunden in den Mittelpunkt, nicht das Produkt: statt „Unsere hochwertigste Thermoskanne“ lieber „Und wenn dein Kaffee 6 Stunden heiß bliebe?“
- Halte ihn kurz: ein einziger Satz, der sich auf dem Bildschirm lesen lässt.
- Zeig ihn auch als Text: Viele schauen Videos ohne Ton. Der Hook sollte auch als Schrift im Bild stehen.
- Das Bild muss den Hook stützen: Wenn der Satz das Problem beschreibt, sollte auch das Bild das Problem zeigen.
Vergiss die stummen Zuschauer nicht: Untertitel
Untertitel, die Wort für Wort erscheinen, sorgen dafür, dass auch Zuschauer ohne Ton dem Video folgen können. Wechselt das betonte Wort die Farbe, bleibt der Blick beim Text. Die Untertitel sollten in kurzen Zeilen stehen, nahe der Bildmitte und auf einer Höhe, auf der sie sich nicht mit der Oberfläche der Plattform überschneiden.
Ein Video, drei Einstiege: Teste deinen Hook
Statt zu raten, welcher Hook bei deinem Publikum funktioniert, probier es aus. Behalte den Hauptteil des Videos bei, ändere nur den ersten Satz und erstelle so drei Versionen. Nach einigen Wochen siehst du, welcher Hook-Typ länger angeschaut wird; in den nächsten Videos setzt du stärker auf diesen Typ.
Am Ende ein einziger Call-to-Action
Am Ende des Videos muss klar sein, was du vom Zuschauer möchtest: „Bestell über den Link im Profil“ oder „Speichern, du wirst es später brauchen“. Wer gleichzeitig Folgen, Liken, Kommentieren und Teilen verlangt, erreicht nichts davon.
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